
![]() Das rotarische NetzwerkWie gut das rotarische Netzwerk funktioniert erzählt die Geschichte rund um das Rotary Magazin Heft 8/2011. Den Anstoß zu dieser Glosse gab uns Maike Hellmann aus der Abonnentenverwaltung des Rotary Magazins. „Als einen Verlust würde ich das aber nicht bezeichnen“ bemerkte Freund Wälzer, vermutlich weil die Redaktion in Hamburg mehrfach die Veröffentlichung seines letzten Gedichtbandes „Oh Heimat Bröckedde“ verweigert hatte. Schnarrer konnte sich aber nicht beruhigen: „ich plane eine Reise an die östliche Adria und da hätte ich in diesem Heft gerne die Artikel über Triest und Dalmatien gelesen.“ Im Stillen hatte Schnarrer zudem gehofft, über das Heft Kontakt zu rotarischen Freunden vor Ort zu bekommen zwecks kostengünstiger Einladungen und Unterkünfte. Bürgermeisterin Totholz-Gümbel verstand die ganze Aufregung nicht: „Dann rufen Sie doch einfach beim Rotary Verlag an, und der schickt Ihnen umgehend ein Ersatzexemplar.“ Graf Wolkenklau-Oderbruch widersprach: „Liebe Freundin, diesen Skandal müssen wir grundsätzlich klären. Ich werde das in die Hand nehmen. “ Freund Schnarrer nahm das Angebot dankbar an und die Dinge nahmen ihren Lauf. Graf Wolkenklau-Oderbruch setzte alle rotarischen Machtmittel in Bewegung. Er kannte den Vorstandsvorsitzenden der bundesweit tätigen Vertriebsfirma, die auch das Rotary Magazin betreute, es war ebenfalls ein Rotarier. Eine Email in Sachen Schnarrer wurde auf den Weg gebracht und umgehend meldete sich der rotarische Freund per Fax – „ich kümmere mich persönlich darum, das Ganze hat höchste Priorität!“. Das rotarische Netzwerk glühte, aber es glühte im Schneckentempo. Der Vorstandsvorsitzende reichte den Vorgang Schnarrer weiter, er durchzuckelte die Stationen Vorstandsassistenz, Rechtsabteilung, Gleichstellungs- beauftragte, Betriebsrat, Qualitätsmanagement, Logistik und Kundenbetreuung. So dauerte es drei Wochen, bis die Beschwerde das Postamt Bröckedde erreichte. Dort rief der Sachbearbeiter den Rotary Verlag an und bat um Nachsendung des Heftes. Zwei Tage später hielt Freund Schnarrer das Exemplar endlich in Händen. Leider war es nun zu spät für die Adriareise. Freund Schnarrer hatte sie schweren Herzens abgesagt und bereitete sich auf „Plan B“ vor, den Besuch bei seinem Sohn im Spessart, was ja auch ganz nett war. Im Meeting darauf traf er Freund Graf Wolkenklau-Oderbruch. Der schlug ihm freundlich auf die Schulter und meinte fröhlich: „ist doch gut, wenn man ein rotarisches Netzwerk hat.“ Autoren: Alexander Hoffmann nach einer Idee von Jürgen Hopf
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